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Wie läuft die Wahl der W- und P-Seminare des JvL ab?

Außenansicht des JvL-Gymnasiums

Übersicht

Eigentlich ist es ganz einfach:

Allgemeines

Die Wahl läuft in zwei Durchgängen ab. In beiden Wahldurchgängen stehen unterschiedliche Kurse für das W- und das P-Seminar zur Wahl. In beiden Durchgängen kann man jeweils für das P- und für das W-Seminar drei Wünsche abgeben und jeweils zwei P- sowie zwei W-Seminare für sich ausschließen. Die Wünsche sind dabei gewichtet (erster, zweiter, dritter), die Ausschlüsse sind nicht gewichtet; wir garantieren ohnehin, dass kein Schüler ein ausgeschlossenes Seminar besuchen muss.

Die ausgeschlossenen Seminare sollen sicherstellen, dass kein Schüler, der beispielsweise noch nie Latein belegt hat, nun in ein Latein-Seminar gehen müsste. Der Schüler hat selbst dafür Sorge zu tragen, dass seine Ausschlüsse alles, was für ihn nicht möglich ist, berücksichtigen. Eine Kontrolle durch die Kollegstufenbetreuer findet nicht statt. Sollte er nur ein Seminar ausschließen müssen, so kann er noch ein weiteres Seminar ausschließen, das ihm schlicht nicht zusagt. Der Fall, dass mehr als zwei W-Seminare bzw. mehr als zwei P-Seminare ausgeschlossen werden müssten, kam bisher nicht vor.

Wir können leider nicht garantieren, dass einer der drei Wünsche auch tatsächlich erfüllt wird. Allerdings konnten wir in den beiden Vorjahren gewährleisten, dass die insgesamt drei Schüler, die im P-Seminar keinen Wunsch erfüllt bekamen, im W-Seminar ihren Erstwunsch belegen konnten. Im W-Seminar musste keiner der Schüler in einen nicht gewählten Kurs. Zur Statistik der Vorjahres-Wahlen später noch mehr.

Zugang zum System

Jeder Schüler der 10. Jahrgangsstufe erhält einen Zugang zum System bestehend aus einem Benutzernamen, einem Schlüsselwort (mindestens 8 Zeichen, es kommt auf Groß- / Kleinschreibung an, auch Sonderzeichen werden verwendet, zufällig vergeben) und einer vom Computer generierten eMail-Adresse. Mit diesem Zugang kann er sich von irgendwoher anmelden (also auch, wenn er sich gerade im Ausland aufhält).

Die Schüler erhalten mehrere Tage lang Zeit, ihre Wahl durchzuführen. Der Zeitpunkt der individuellen Wahl wird nicht festgehalten. Wer auch immer bis zum festgesetzten Schlusspunkt teilgenommen hat wird gleich behandelt.

Sicherheitshalber erhält jeder Schüler noch eine eMail mit seinem Wahlergebnis an die vom Computer vergebene eMail-Adresse. Diese Adresse ist so exklusiv, dass man davon ausgehen kann, dass sie bisher noch nie vergeben worden ist. Wer diese Bestätigung haben will, muss sich bei dem vom Computer vorgeschlagenen Provider unter dieser Adresse ein kostenfreies (=mit lästiger Werbung finanziertes) Konto einrichten. Ob es schon in diesem Schuljahr möglich sein wird, eine andere eigene eMail-Adresse anzugeben, ist momentan fraglich.

Erster Durchgang

Der erste Durchgang wird relativ bald stattfinden, voraussichtlich noch im Januar.

Im ersten Durchgang geht es darum, herauszufinden, welche Seminare mangels Teilnehmern nicht angeboten werden können. Vorletztes Jahr blieben bei 94 an der Wahl teilnehmenden Schülern je 6 W- und P-Seminare übrig, letztes Jahr bei 107 teilnehmenden Schülern je 7.

Dabei geht es allerdings keineswegs nur um die Erststimmen! Es kann durchaus sein, dass ein P-Seminar A, das mehr Erststimmen aufweisen kann als ein weiteres P-Seminar B, dennoch gestrichen wird, weil die Anzahl der Gesamtstimmen (Erst- bis Drittwunsch) bei Seminar B deutlich höher liegt. Wir wollen ja insgesamt möglichst viele Wünsche erfüllen und wissen aus dem Vorjahr, dass einige wenige Seminare fast alle Erststimmen bekamen. Dies bedeutet automatisch, dass viele dieser Erstwünsche nicht erfüllt werden können.

Da bei der Streichung von Kursen Erfahrungswerte eine große Rolle spielen, erfolgt die Streichung nicht direkt durch den Computer. Kollegstufenbetreuer und Schulleitung erhalten vom "Kollegen Computer" daher nur einen Vorschlag.

Zweiter Durchgang

Wenn entschieden wurde, welche Seminare endgültig stattfinden und welche nicht, findet der zweite Teil der Wahl statt. In den Vorjahren konnte dies ein bis zwei Wochen nach Abschluss des ersten Durchgangs erfolgen.

In diesem Durchgang geht es nun tatsächlich darum festzustellen, wer in welchen Kurs kommen soll.

Wie bereits erwähnt, können natürlich nicht alle Erstwünsche erfüllt werden (insbesondere dann nicht, wenn mehr Personen den gleichen Erstwunsch haben, als die maximale Anzahl an Kursteilnehmern dies zulässt). Daher wählt der Computer anhand bestimmter Kriterien die Kursteilnehmer der unterschiedlichen Kurs aus.

Eigentliches Auswahlverfahren

Warnung: Dies Kapitel enthält einige Details, die die Mehrheit der Leser nicht interessieren dürfte. Für diejenigen, die nur ganz grob Bescheid wissen wollen: Der Computer vergibt für Erstwünsche mehr Punkte als für Zweitwünsche (usw.) und versucht das Ergebnis so lange zu optimieren, bis eine möglichst hohe Gesamtpunktzahl für den Gesamtjahrgang erreicht wird.

Für die Interessierten:

Der Computer gibt 10 Punkte für einen erfüllten Erstwunsch, 7 für einen erfüllten Zweit-, 4 für einen erfüllten Drittwunsch, -1000 für einen ausgeschlossenen Kurs und keinen Punkt für die Belegung eines nicht gewünschten (aber auch nicht ausgeschlossenen) Kurses. Werden also in beiden Seminaren die Erstwünsche erfüllt, so ergibt sich eine Punktsumme von 20 Punkten.

Zuerst führt der Computer nach diesen Kriterien die Wahl der P-Seminare durch. Erfahrungsgemäß gibt es mehrere "optimale" Lösungen, der Computer bricht aber ab, wenn er eine davon findet. Damit die Rechenzeit vertretbar bleibt, wird dem Computer mit dem Finden einer vernünftigen Startsituation geholfen (z.B. wird allen Wählenden, die Kurse als Erstwunsch angaben, bei denen die Erstwunschzahl kleiner als die maximale Teilnehmerzahl ist, vorläufig ihr Erstwunsch erfüllt).

Der verwendete Algorithmus versetzt nun alle übrigen Teilnehmer in die verbliebenen Kurse und bewertet anschließend, wie "gut" das Gesamtergebnis ist. Dann nimmt er kleine Änderungen vor und entscheidet, ob diese eine Verbesserung ergaben oder nicht. Findet er keine weiteren Verbesserungen, so wiederholt er das Ganze mit der Wahl der W-Seminare.

Um Ungerechtigkeiten bei der Wahl der P-Seminare auszugleichen, werden die individuell auf 10 fehlenden Punkte der P-Seminars-Wahl dem Erstwunsch bei der W-Seminarswahl zugeschlagen. Dadurch erfüllt der Computer (fast) automatisch die Erstwünsche derer, die bei der P-Seminar-Wahl schlecht bedacht wurden. Da der Computer dies ohnehin so machen würde, wird ihm mit der Startsituation erneut dahingehend geholfen, dass die kleinen Kurse (wie bei der P-Seminarswahl) sowie die hohen Punktzahlen zuerst bedacht werden und der Computer ausgehend von diesen Vorgaben weiter optimiert.

In einem letzten Durchgang werden nun (ohne Computer) die "besonderen Härten" betrachtet. Es wird dann unter den "optimalen" (punktgleichen) und "beinahe optimalen" (nahe daran liegenden) Lösungen nach solchen Lösungen gesucht, die solche besonderen individuellen Härten vermeiden (evtl. auf Kosten der Allgemeinheit). So ist es beispielsweise schwer zu vermitteln, warum ein Schüler in beiden Seminaren nur den Drittwunsch erfüllt bekam, auch wenn sich dadurch rechnerisch Vorteile für anderer Leute Erst- bzw. Zweitwünsche ergeben.

Statistisches zu den Vorjahreswahlen

Natürlich kann niemand garantieren, dass wir in der Erfüllung der Wünsche so abschneiden wie in den letzten beiden Jahren, aber als Anhaltspunkt ist es vielleicht doch gut zu wissen, wie viele Wünsche erfüllt werden konten:

Ergebnisse aus den Vorjahren
Text20092010insgesamt
AnzahlProzentAnzahlProzentAnzahlProzent
Beide Erstwünsche erfüllt4648,9%5147,7%9748,3%
Ein Erst- und ein Zweitwunsch3234,1%3936,4%7135,3%
Ein Erst- und ein Drittwunsch1010,6%98,4%199,4%
Ein Erstwunsch und eine Notlösung (also ein nicht gewählter Kurs)33,2%00,0%31,5%
Zwei Zweitwünsche22,1%87,5%105,0%
Ein Zweit- und ein Drittwunsch1 1,1%00,0%10,5%
Summe94100,0%107100,0%201100,0%